Dachlatte
Schön bunt, saumässig schwer, überaus wissenschaftlich, informativ und durchaus lustig und unterhaltsam: der Dialäktatlas. Regelmässig blättern mein 5-jähriger Enkel und ich darin vor und zurück. Wir spüren bekannte und unbekannte Wortformen auf, freuen uns an unglaublichen und lustigen Mundartvarianten (Pulli, Dachlatte, Poldernu) und finden anhand der bunten Land-/Wortkarten heraus, wer aus unserer Familie wohl wo lebt.
Alle meine Grosskinder werden von mir, seit sie sprechen können, mit Dialektbegriffen geimpft:
Weifäcke, Chrottepösche, Söiblueme, Löwezahn
Giereizli, Rittiplampi, Rittiseili, Schaukle
Silberreiher, Fischreiher, Graureiher, Ostereier
Wobei ich die letzte Aufzählung jeweils als Witz ankündige, sie von den Kindern jedoch ernst genommen wird. Die Erkundung unserer Sprache mit Wissenschaft, heiteren Fakten und einer Zeitreise von hundert Jahren auf farbigen Karten macht den Atlas zur unterhaltsamen Lektüre auf Gguutschi, Couch, Sofa, Kanapee, Ruebettli, Diwaan und Polstergruppe. (Eva Hulst)
Leemann, Steiner, Studerus, Oberholzer, Jeszenszky, Tomaschek, Kistler
Dialäktatlas
1950 bis heute
Gebunden, 368 Seiten, viele Abbildungen/Karten
vdf Hochschulverlag, Zollikon 2025
ISBN 978-3-7281-4183-5