Alles neuer Code hier

Ganz schön viel Staub hat sich in zwanzig Jahren auf unserem Website-Code abgesetzt. Jetzt blitzt und blankt alles in neuer Frische. Der Inhalt bleibt zirka beim alten.
Was neu ist: Das Menu, die Navigation befindet sich oben links: Klick auf die drei roten Striche.

So hat sich die zalp.ch beim ersten Erscheinen im Winter 1989/1999 präsentiert, mit einer Startseite, die einem heute prähistorisch vorkommt. Damals haben Jens Kistler als Programmierer und Giorgio Hösli als Gestalter und zuständig für den Inhalt, in einem langen Winter die Website zalp.ch auf die Bildschirme gestellt.

Das Internet war noch Neuland für die Alpwirtschaft, aber wir waren jung, hatten keine Scheu vor PHP-Code und waren insgesamt ziemlich giggerig, die Entwicklung der zalp als zeitgeschichtliches Dokument ins Internet zu stellen. Folgenden Text schrieben wir zur Eröffnung der zalp.ch:


www.zalp.ch, die Internetseite der Älplerinnen und Älpler

Was sollen die Älpler im Internet? Die haben ihren Platz im Stall, auf der Weide und neben dem Kessi. Am Morgen juchzen sie den schlafenden Kühen zu und abends rufen sie den Alpsegen in die dunkle Nacht hinaus. Mäuse jagen sie im Keller, clicken tut der Wecker, beim Wort surfen wird ihnen schwindlig. Alles klar?

Auch die «zalp», die Zeitschrift der Älpler und Älplerinnen, war skeptisch über eine Ausweitung ihres papierenen Territorium ins virtuelle weite Netz. Drei Gründe überzeugten die Redaktion aber doch. Der erste ist Eitelkeit: schon lange sind die zalp-Nummern 1 bis 10 vergriffen und nur noch in Estrichen und geschmückten Schubern auffindbar. Wo zehn Jahre ÄlplerInnenbewegung stattfand, sollen nicht die Würmer nagen: im Archiv der neuen Website finden sich alle Artikel ehemaliger zalps. Der zweite ist Aktualität: Die Landwirtschaftspolitik, der sanfte Tourismus, von der EU adaptierte Vorschriften (QS-Alp) und die eher trägen Alpwirtschaftsvereine bringen mehr Themen in die zalp als sie jährlich fassen kann. Das Internet ist hier ein geeignetes Medium, brennende Themen sofort ins Haus zu bringen. Zum dritten sind's die Kilometer: Viele von uns ÄlplerInnen verbringen den Winter verstreut in der weiten Welt, immer mit Gedanken an Sirtenkultur, Palusaverarztung und QS-Alp-Formularen auf den Lippen. Aber niemand am Stammtisch, der das verstehen würde. Virtuell zumindest ist dieses Problem gelöst. Auf der zalp.ch gibt es diverse Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme sowie für den Gedankenaustausch (Forum, Stellenbörse, Shop, Pinwand) und falls gewünscht, werden wir auch eine AlppartnerInnenbörse starten.


Unsere erste Werbung in landwirtschaftlichen Zeitschriften.

Doch was ist neu, was ist alt, was gibt es nicht mehr?

Vor allem anderen: Die ganze Website ist jetzt smartphonefähig. Das stand seit mehreren Jahren auf unserer Weihnachtswunschliste. Juppi! Wir freuen uns! Und hoffentlich ihr auch.

Das ganze System basiert jetzt auf dem CMS Statamic, dadurch musste die ganze Website komplett neu aufgebaut werden. Gemacht hat das für uns Nicolas Brügger, ein toller Programmierer! Gratuliert ihm bitte und heisst ihn willkommen für viele Jahre zalp.ch.

Fehler. Es wird momentan viele Fehler auf der Website geben, nicht jeder Klick wird zum Erfolg führen. Daher bitten wir euch, uns Probleme und Verbesserungsvorschläge zu melden: mail@zalp.ch. Wir danken für eure Hilfe.

 

Was wir versenkt haben:

  • Das Forum. Es wurde zuwenig benutzt und daher half es den BenutzerInnen nur selten. Die Administration war relativ aufwendig, für eine seriöse Moderation fehlten uns die Ressourcen. Natürlich dürft ihr gerne Fragen an uns stellen: mail@zalp.ch! Wir geben sofern möglich Antwort oder verarbeiten eure Anliegen in Artikeln.

  • Shop mit Postkarten und Järben. Der Shop war ein netter Versuch, Freunden zu helfen, ihre Alpsachen/Alpgeschirre zu verkaufen. Aber er war dürftig und allen Mist wollten wir nicht in den Shop integrieren. Chrigel Schläpfers Holzjärbe findet ihr jetzt unter: https://holzjaerb.ch/

  • Adressen. Unsere Liste von landwirtschaftlichen und alprelevanten Adressen war wohl einmalig. Aber auch aufwendig zu aktualisieren. Da wir die meisten Einträge auch in der Linkliste hatten, haben wir uns das einfach gemacht: Die Seite mit den Adressen gekübelt, die meisten Institutionen/Organisationen in die Links gekippt.

  • Heisse Suppen. Die Heissen Suppen waren für uns seit Beginn sowas wie ein Blog. Dort haben wir alles, was nicht in der Zeitschrift Platz hatte, reingestopft. Die heissen Suppen werden nun nach und nach in den zalpletter integriert.

  • Englisch. Die Stellenbörse ist nur noch in DE, FR, IT – unsere Landessprachen – verfügbar. Das Englische haben wir gelöscht, weil es suggeriert hat, die Bauern, Bäuerinnen und ÄlplerInnen können alle englisch. Wer nur englisch kann, soll eine höhere Hürde überwinden müssen, um eine Stelle zu finden. Und sonst gibt es ja noch den Google Translator ...

 

Was geblieben ist

Kernstück bleibt weiterhin die Stellenbörse, dir wir etwas aufgepeppt haben: Ihr könnt jetzt ein Bildli von euch oder der Alp in die Anzeige integrieren. Auch bei den Kleininseraten bleibt alles beim Alten (ausser, dass wir den Ferdi Z. nicht mehr reinlassen). Weiterhin sind alle zalps als PDF einlesbar, wir bemühen euch neue Bücher und Musiken sowie Filme vorzustellen. Die Agenda und die Kursliste bleiben ebenfalls, sie sind etwas besser filterbar. Als Helferlinge sind verfügbar «Das erste Mal», die Linkliste und natürlich die Richtlohnangaben. Der zalpletter bleibt unser Gefäss für Hinweise und Infos zur Alpwirtschaft das Jahr durch – da darf man sich gerne auch aus der LeserInnenschaft mit beteiligen! Und nicht zuletzt bleiben unsere Kontoangaben dieselben, damit ihr eure Rappen in die Arbeit an der Website investieren könnt. Alle diese Seiten sind bequem über die Navigation erreichbar.